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Zu einer aktuellen Debatte um die Sachzuwendung eines Unternehmers möchte ich auf eine oft verkannte Problematik Stellung beziehen:

Spenden aus Betriebsvermögen muss ein Unternehmer wie Umsätze versteuern.

Dieses Problem betrifft den gemeinnützigen Empfänger (z.B. einen Verein) nur mittelbar.

Spenden aus einem Betriebsvermögen sind als sogenannte unentgeltliche Wertabgaben der Umsatzsteuer zu unterwerfen (wie Privatentnahmen). Für den Spendenempfänger ist das kein Problem. Bei Unternehmen als Spender kann diese Komplikation und die Mehrbelastung bei der Umsatzsteuer die Spendenmotivation aber mindern.

Das Problem betrifft nur Spenden aus Betriebsvermögen (also von Unternehmern im Sinn des Umsatzsteuerrechts) und auch nur, wenn die Unternehmen - was aber meist der Fall ist - umsatzsteuerpflichtig sind. Nicht betroffen sind Spenden aus Privatvermögen.

Das bedeutet: Der Unternehmer muss die Spenden aus dem Betriebsvermögen wie einen Umsatz behandeln. Der Erlös steigert seinen Ertrag. Bei der Ertragssteuer (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer) spielt das für den Unternehmer keine Rolle. Der Spendenabzug mindert nämlich die Steuerlast um genau diesen Betrag, der als Mehrerlös verbucht wurde. Einen steuerlichen Vorteil hat der Unternehmer so nicht, (was auch oft verkannt wird) aber eben auch keinen Nachteil.

Aus diesem Grund muss bei einer „Bestätigung über Sachzuwendungen“ klar Stellung bezogen werden. Deshalb ist es notwendig vom Spender schriftlich anzugeben, ob die Spende aus seinem Betriebsvermögen oder Privatvermögen stammt.

Stammt die Spende aus dem Betriebsvermögen muss ein nachvollziehbarer Bezug bestehen.

Stammt die Spende aus dem Privatvermögen muss ein sachlicher festgehaltener Bezug existieren.

Nur der Spender kann diese vorgenannten Angaben machen auf dessen Basis eine „Bestätigung über Sachzuwendungen“ (Spendenquittung) ausgestellt werden kann.

Die Anlage für die Sachspende ist ein von der Bayerischen Finanzbehörde vorgegebenes Formular für alle, die Spendenbescheinigungen ausstellen dürfen und ist dafür seit Jahren gültig.

Wer anderslautende kompetente Informationen hat, den bitte ich um Information.

Euer

Wolfgang